Heinrich Zille (1858–1929) war einer der bekanntesten und beliebtesten Künstler im Berlin des frühen 20. Jahrhunderts. Sein unverkennbarer Zeichenstil, sein sozial-kritischer Gestus und sein derber Humor wurden zu seinem Markenzeichen. In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, zog „Pinselheinrich“ durch Berliner Hinterhöfe, Gassen und Kneipen und bildete mit schnellem Strich das Leben in den Arbeitervierteln ab. Bis zu seinem Aufstieg zu einem der renommiertesten bildenden Künstler seiner Zeit – unter anderem fand er Aufnahme in die Preußische Akademie der Künste – durchlief Zille einen mühevollen und entbehrungsreichen Weg.
Die Kunsthistorikerin Nicole Bröhan, ausgewiesene Kennerin der deutschen Kunst im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, hat sich ausführlich mit Zille und seinem Werk befasst. Sie schildert mit großer Detailkenntnis die bewegte Lebensgeschichte und den einzigartigen künstlerischen Werdegang des Zeichners und Photographen, dessen Popularität bis heute anhält.
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