Peter Böck, Schauspieler am Potsdamer Theater und ab und zu im Fernsehen, lebt zurückgezogen, wird von Depressionen geplagt und ist ein sogenannter Pegeltrinker. Als er durch Alkoholexzesse dem Tode nahekommt, begibt er sich in eine Langzeit-Behandlung. Es ist der letzte Versuch, dem Dämon Alkohol zu entkommen, die Sucht zu beherrschen, einen Platz im Leben zu finden. Michael Erbach, der langjährige Chefredakteur einer deutschen Tageszeitung, erzählt die Geschichte sachlich und doch einfühlsam, schildert die Situation in der Entgiftungsstation und die Erlebnisse während der Langzeittherapie. Das alles vor dem Hintergrund der Corona-Krise, die dem labilen Böck heftig zusetzt.
Der Roman Halb voll von Michael Erbach bietet Einblicke in die Sucht, räumt auf mit Klischees und macht Mut – und ist vor allem ein spannendes Leseerlebnis.
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