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15. Auflage von "Ost-Berlin"!

Ost-Berlin – Ein Buch, das mit der Zeit geht


Ost-Berlin ist kein Buch, das man einfach abhakt. Mit jeder neuen Auflage verändert es sich – und mit jeder neuen Gegenwart wird es anders gelesen. Am 2. Januar 2026 ist die 15. Auflage der 7. Ausgabe erschienen, eines der ersten Bücher des neuen Jahres. Seit über 20 Jahren gehört der von Harald Hauswald und Lutz Rathenow gemeinsam kuratierte Band zu den prägenden Titeln unseres Verlages.


Ost-Berlin
€24.00
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Erstmals erschien Ost-Berlin 1987 im Münchner Piper Verlag – ein Buch, das in der DDR ein Ärgernis war, weil es sich jeder offiziellen Erzählung entzog. Fotografien und Texte zeigten den Alltag, die Enge, die Widersprüche dieser Stadt, ohne sie zu erklären oder zu glätten. 2017 haben wir das Buch in der ursprünglich von Hauswald und Rathenow gewünschten Zusammenstellung neu aufgelegt – und seitdem weiterentwickelt.


Film, Gespräch und Lesung: "Zärtlich kreist die Faust"


Passend zur Neuauflage laden wir am Montag, den 26. Januar 2026, zu einem besonderen Abend in die Brotfabrik Berlin ein. Gezeigt wird der Dokumentarfilm Zärtlich kreist die Faust – ein selten zu sehendes Filmtagebuch über Lutz Rathenow, entstanden im Februar 1990.


Filmvorführung und Diskussion
26. Januar 2026 um 18:00Berlin - Brotfabrik
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Der Film begleitet Rathenow in jener kurzen, offenen Zeit zwischen dem Fall der Mauer und den ersten freien Wahlen in der DDR. Eine Phase voller Ungewissheit, aber auch voller Hoffnung. Die Kamera folgt ihm durch Ost-Berlin, auf alltäglichen Wegen, und auf einer Reise nach Jena – in die Stadt, aus deren Universität er 1977 aus politischen Gründen exmatrikuliert worden war. Rathenow besucht auch die ehemalige Stasi-Zentrale, in der er einst einsaß. Die Wunden sind noch frisch, nichts ist geklärt, nichts abgeschlossen.


Auffällig ist der ruhige Ton des Films. Die Filmemacher verzichten auf erklärende Kommentare und lassen Beobachtungen, Gedanken und Notizen für sich sprechen. So entsteht ein eindringliches Zeitdokument, das weder dramatisiert noch verklärt. In einer markanten Szene begegnen sich Harald Hauswald und Lutz Rathenow im Gespräch – ein Moment, der die enge Verbindung von Bildern und Texten spiegelt, wie sie auch das Ost-Berlin-Buch prägt.


Der Film macht deutlich, worum es in Buch und Werk von Rathenow immer wieder geht: um Bewegung statt Stillstand, um das Verlassen falscher Sicherheiten, um den Mut, Zukunft gestalten zu wollen. Themen, die 1990 drängend waren – und es heute wieder sind.


Im Anschluss an die Vorführung gibt es eine Einführung, eine Diskussion mit Lutz Rathenow sowie eine kurze Lesung.


Ort: Brotfabrik Berlin, Caligariplatz 1, 13086 Berlin

Beginn: 18.00 Uhr Eintritt: 7-9 Euro


Harald Hauswald und Lutz Rathenow im Jahr 1986 beim Zusammenstellen der Fotos für das Buch in einer illegalen Wohnung in Ost-Berlin, aufgenommen mit Selbstauslöser
Harald Hauswald und Lutz Rathenow im Jahr 1986 beim Zusammenstellen der Fotos für das Buch in einer illegalen Wohnung in Ost-Berlin, aufgenommen mit Selbstauslöser

Noch bis 31.1.2026: Ausstellung Die TEXAS BOX


Die Fotos für das Ost-Berlin Buch gelangten bereits 1987 als Originalprints auf konspirativem Weg nach Texas in die USA, wo sie bis zum vergangenen Jahr sorgfältig archiviert waren. Im 35. Jahr der Deutschen Einheit präsentiert eine Ausstellung im Elisabeth-Lüders-Haus diese vor fast 40 Jahren illegal ausgereisten Bilder, die nun in ein verändertes Land zurückkehrten, unter dem Titel „Harald Hauswald. Die TEXAS-BOX“.


21. Mai bis 31. Januar 2026 Harlad Hauswald. Die TEXAS-BOX

Mauer-Mahnmal im Marie-Elisabeth-Lüders-HausZugang über die Spree-UferpromenadeSchiffbauerdamm, 10117 Berlin

 
 
 

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